Wodurch sind Streuwiesen gefährdet?

Brache

  • Aufgabe der herkömmlichen Nutzung (Brache): Durch die moderne Schwemmentmistung in den Ställen wird das Mähgut der Streuwiesen nicht mehr benötigt. Sie werden folglich nicht mehr gepflegt. So verfilzen, verbuschen bzw. verwalden die Streuwiesen langsam, was eine starke Artenverarmung bedeutet.

Entwässerung

  • Entwässerung bedeutet Entzug einer wichtigen Überlebensbedingung für die typischen Streuwiesenarten: Sie sind an Standorte gebunden, bei denen der Wurzelraum durch Grund- oder Stauwasser beeinflusst ist.
Düngung
  • Düngen rottet sofort viele an die nährstoffarmen Böden angepassten Pflanzen (wie z.B. Enziane) aus. Gedüngt wird, damit mehrmähdige Fettwiesen entstehen, denn das Erntegut der Streuwiesen ist als Futter für die Kühe unbrauchbar.
Aufforstung
  • Aufforstung: Vor allem kleinere Streuwiesenbrachen, die sich im Wald bzw. in Waldnähe oder in Flussauen befinden, wurden bis in die jüngste Vergangenheit noch mit Fichten, Schwarzerlen oder Hybridpappeln aufgeforstet. Dies bewirkt nicht nur eine Verarmung der Artenausstattung, sondern führt vielfach auch zu einer Monotonisierung des Landschaftsbildes.
Überbauung
  • Überbauung: Von direkter Zerstörung sind vor allem Streuwiesen-Lebensräume bedroht, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Siedlungsbereichen von Ortschaften liegen. Verluste an Streuwiesen durch den Straßenbau ergeben sich immer wieder.

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